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Johannes 11,1-12,50

29. November 2018

Erweckung des Lieblingsjüngers und freiwilliger Antritt des Selbstaufopferungspfades

[Zum Begriff des ‚Lieblingsjüngers‘, wie ihn die christliche Tradition geprägt hat, sei kurz manches angemerkt: die wörtliche Übersetzung ist in etwa ‚der Jünger, den Jesus liebt(e)‘, wobei viermal dieses ‚lieben‘ im Sinne von ‚Agape‘, einmal (bei der Auffindung des leeren Grabes) im Sinne von ‚Philia‘ ausgedrückt wird. Agape betont vor allem die selbstaufopfernde Liebe (und liebevolle Hingabe) ‚um jeden Preis‘, auch ‚wider alle Logik und alles Nützlichkeitserwägen‘; Philia dagegen ist die ‚Freundschaft, freundschaftliche Zuneigung‘, die also eher mit gemeinsamen Interessen/Beschäftigungen, und/oder mit auf Gegenseitigkeit beruhender Loyalität zueinander assoziiert ist, tendentiell also nicht völlig ‚einseitig‘, keine ‚Einbahnstraße‘ sein kann (im ausdrücklichen Gegensatz zur Agape).

Dass es sich bei diesem ‚(besonders) geliebten Jünger Jesu‘ um den ‚Evangelisten Johannes‘ handelt, ist aus dem Ende des Evangeliumtextes zu entnehmen, wo ausdrücklich gesagt wird, dass es ‚dieser [= der Jünger den Jesus liebt] ist, der von diesen Dingen zeugt, und der dieses aufgeschrieben hat‘ (Johannes 21,24). Und … nur der Vollständigkeit halber: Dass ‚historisch-kritische Theologen‘ an dieser Identifizierung des Lieblingsjüngers mit Johannes dem Evangelisten ihre hoch-wissenschaftlichen Zweifel hegen, könnte nun wirklich kaum unerheblicher für die hier vorliegende Befassung mit dem Evangeliumstext sein …

Jedenfalls wird für das folgende Kapitel dieser Übertragung und Deutung/Kommentierung des Evangeliumstextes. neben der Identifizierung des Lieblingsjüngers mit Johannes, auch eine Auffassung Rudolf Steiners zugrunde gelegt, nach der nämlich der ‚durch Jesus vom Tode auferweckte Lazarus‘ identisch mit dem Evangelisten Johannes ist (siehe hierzu auch die Charakterisierung des Lazarus durch Maria und Martha in Johannes 11,3, als ‚der, den Du (Jesus) [freundschaftlich, ‚Philia‘] lieb hast‘, und dann Vers 5, wo alle drei Geschwister als von Jesus ‚geliebt [bis hin zur Selbstaufgabe, Agape]‘ bezeichnet werden). Die näheren Details zu dieser Auffassung Steiners mögen bei Interesse bei ihm selbst nachgelesen werden. Jedenfalls ergibt sich aus dieser Sichtweise, dass in dem nun folgenden letzten der zwölf Abschnitte dieser ‚Ersten Hälfte‘ des Mysteriums (des ‚Vorhofs des Heiligtums‘ also, siehe Vorwort) eben gerade durch das Wirken des G*ttesbeistands die Möglichkeit geschaffen wird, dass dieses Wirken des G*ttesbeistands uns ‚überliefert wird‘ – und zwar in mindestens dreierlei Hinsicht: 1. Der Evangelist wird wieder erweckt vom Tode, bzw, als Mensch überhaupt erst zu einem echten ‚Evangelisten‘ erweckt, als ein ’neuer‘ Mensch der nun zur Weitergabe des Mysteriums in schriftlicher Form befähigt ist. 2. Jesus besiegelt, vermittels dieser (öffentlich ausgeführten) Tat der Totenerweckung (… die übrigens einem Einweihungsritual in antiken Mysterienkulten erstaunlich ähnlich erscheint), seine eigene Ermordung durch die ‚eifersüchtigen‘, bzw. schlichtweg verblendeten ‚Pharisäer‘. Und 3., Jesus tritt im Anschluss an dieses Geschehen auch bald seinen ganz bewussten Gang in die Gefangenschaft und den letztendlichen Tod am Kreuz an, indem er seine Jünger ein letztes Mal alles um sich versammelt und sie noch einmal ausführlich lehrt, insbesondere über den notwendigen Gang, den das sich selbstaufopfernde Ich des Menschen zu gehen hat, um zum (‚ewigen‘) Leben ‚aus dem Geist heraus‘ durchzubrechen. Und er tut dies erst in Worten, um dann all diese Worte durch sein eigenes Schicksal in ein lebendiges, leibhaftiges Zeugnis zu überführen, das dadurch bis in die historische Faktizität der Menschheitsgeschichte eingraviert ist (unsere ‚Zeitrechnung‘ ist immerhin bis heute traditionell, wenigstens für einen sehr großen Teil der Erdbevölkerung, an der historischen Lebenszeit Jesu festgemacht!!).]

Es befindet sich aber [nun] einer in Kraftlosigkeit, (und zwar) der G*ttgepanzerte [oder ‚der, dem von der G*tteskraft geholfen wird‘; da das Hebräische Verb im Namen Lazarus/Eleazar jedoch eher eine ‚weltliche Hilfe‘ meint, im Gegensatz zum Verb im Namen Jesus/Je(ho)schua, das eine ‚g*ttliche Hilfe, himmlischen Beistand‘ meint, wird im Folgenden stets vom ‚G*ttgepanzerten‘ geredet, was den mehr ‚weltlichen‘ Schutz hervorheben soll, der in dem Namen ‚Lazarus‘ von G*tt gewährt wird), aus dem Hause des G*tt-Gegebenen/Geschenkten [‚Bethania‘ ist aber wohl auch über das Aramäische als ‚Haus der Dattel‘ oder ‚Haus der Trübsal‘ übersetzbar], dem Gehege der Erbitterten und ihrer Schwester, der Gebieterin. Die Erbitterte aber ist es, die das Bewerkstelligende mit Myrrhe gesalbt und die dessen [es-mit-dem-Irdischen-in-Kontakt-bringende] Vehikel mit ihrem eigenen Skalp ausgeknetet hat. Deren Bruder, der G*ttgepanzerte, ist kraftlos. Da(her) entsenden die Schwestern (etwas) zu ihm, um ihm zu sagen: Bewerkstelligendes, siehe, der, den du lieb hast, ist kraftlos. Als G*ttes Beistand dies in Verständnis vernimmt, spricht er: Diese Kraftlosigkeit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung (des lebendigen) G*ttes, damit das vollkommene Abbild (des lebendigen) G*ttes dadurch verherrlicht werde.

Der G*ttesbeistand aber hat die Gebieterin lieb und ihre Schwester und den G*ttgepanzerten. Als er nun hört, dass dieser kraftlos ist, bleibt er noch zwei Tage an dem Ort, wo er ist; danach spricht er zu den aus-ihm-Herauswachsenden: Lasst uns wieder in die Region des G*tt-Lobpreisens ziehen! Die aus-ihm-Herauswachsenden aber sprechen zu ihm: Bewerkstelligendes, eben noch wollten die G*tteskundigen dich steinigen, und du willst wieder dorthin ziehen?

Der G*ttliche Beistand antwortet: Hat nicht der Tag zwölf Stunden? Wer bei Tag umhergeht, der stößt sich nicht; denn er sieht das Licht dieser Ordnung. Wer aber bei (der Unbewusstheit der) Nacht umhergeht, der stößt sich; denn es ist kein Licht in ihm. Das sagt er und danach spricht er zu ihnen: Der G*ttgepanzerte, unser Freund, schläft, aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken.

Da sprechen die aus-ihm-Herauswachsenden: Bewerkstelligendes, wenn er schläft, wird es besser mit ihm werden. Der G*ttesbeistand aber spricht von seinem Tode; sie meinen aber, er rede vom leiblichen Schlaf. Da sagt es ihnen der G*ttesbeistand frei heraus: Der G*ttgepanzerte ist gestorben; und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht da gewesen bin, auf dass ihr (zu) vertrauen (lernen) möget. Aber lasst uns zu ihm gehen!

Da spricht der ‚Heile‘ [… wenn ‚Thomas‘ nicht als Hebräischer Name ‚Th’om‘, als der er eben ‚Zwilling‘ bedeutet, sondern stattdessen als Griechischer gedeutet wird], der auch Zwilling genannt wird, zu den (anderen) aus-dem-G*ttesbeistand-Herauswachsenden: Lasst uns mit ihm gehen, dass wir mit ihm sterben!

Als der G*ttesbeistand (an)kommt, findet er den G*ttgepanzerten schon den vierten Tag im Grabe liegen. Das Haus des G*tt-Gegebenen aber ist nahe dem Bewusstheitszustand des harmonischen Friedens, etwa fünfzehn [= die Zahl der ersten Hälfte des unaussprechlichen G*ttesnamens Jod-He(-Waw-He)] Festgesetzte (Streckenabschnitte) entfernt. Und viele G*tteskundige sind zur Gebieterin und zur Erbitterten gekommen, sie zu trösten wegen ihres Bruders. Als die Gebieterin nun hört, dass der Beistand G*ttes (her)kommt, geht sie ihm entgegen; die Erbitterte aber bleibt daheim sitzen. Da spricht die Gebieterin zum G*ttlichen Beistand: Bewerkstelligendes, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Was du erbittest von G*tt, das wird dir G*tt geben.

Der G*ttesbeistand spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Die Gebieterin spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage. Der G*ttesbeistand spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer auf mich vertraut, der wird lebendig sein, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und vertraut auf mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? Sie spricht zu ihm: Ja, Bewerkstelligendes, ich glaube, dass du das (zur Herrschaft über alles) Gesalbte bist, das vollkommene Abbild des lebendigen G*ttes, das in diese Ordnung hinein gekommen ist.

Und als sie das gesagt hat, geht sie hin und ruft ihre Schwester, die Erbitterte, heimlich und spricht zu ihr: Das Bewerkstelligende ist da und ruft nach dir. Als die Erbitterte das hört, steht sie eilend auf und gelangt zu ihm. Der G*ttesbeistand aber ist noch nicht in das Gehege gekommen, sondern ist noch dort, wo ihm die Gebieterin begegnet ist.

Als die G*tt-Preisenden, die bei ihr im Hause sind und sie trösten, sahen, dass die Erbitterte eilend aufsteht und hinausgeht, folgen sie ihr, weil sie denken: Sie geht zum Grab, um dort zu weinen. Als nun die Erbitterte dahin kommt, wo G*ttes Beistand existiert, und seiner gewahr wird, fällt sie ihm zu Füßen und spricht zu ihm: Bewerkstelligendes, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.

Als G*ttes Beistand sieht, wie sie weint und wie auch die G*tt-Preisenden weinen, die mit ihr gekommen sind, atmet er (tief) das Hauchende ein und wird aufgewühlt dadurch und spricht: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie antworten ihm: Bewerkstelligendes, komm und sieh es! Und der Beistand G*ttes lässt Tränen (fließen). Da sprechen die G*tt-Preisenden: Siehe, wie hat er ihn lieb (gehabt)! Einige aber unter ihnen sprechen: Er hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste? Da wird der Beistand G*ttes abermals aufgewühlt und kommt zum Grab. Es ist aber eine Höhle und ein Stein liegt davor.

Der G*ttesbeistand spricht: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm die Gebieterin, die Schwester des Verstorbenen: Bewerkstelligendes, er riecht schon; denn er liegt dort den vierten Tag.

Der G*ttesbeistand spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit (des lebendigen) G*ttes sehen? Da heben sie den Stein weg. Der Beistand G*ttes aber hebt seine Augen [im Hebräischen dasselbe Wort wie ‚Quellen‘] empor und lässt von sich her bedeutungsvoll erklingen: (Himmlischer) barmherziger Erzeuger (und Quelle allen Seins), ich danke dir, dass du mein Gebet in Verständnis vernommen hast. Ich weiß, dass du allezeit mein Rufen in Verständnis vernimmst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich’s, damit sie glauben, dass du selbst mich eingesetzt hast.

Als er das gesagt hat, ruft er mit lauter Stimme: G*ttgepanzerter, komm heraus!

Und der Verstorbene kommt heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht ist verhüllt mit einem Schweißtuch. Der G*ttesbeistand spricht zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn gehen!

Viele nun von den G*tt-Preisenden, die zu der Verbitterten gekommen sind und sehen, was der Beistand G*ttes bewirkt, vertrauen auf ihn. Einige aber von ihnen gehen hin zu den Sich-Abspaltenden und sagen ihnen, was G*ttes Beistand bewirkt hat. Da versammeln die Höchstgeheiligten und die Sich-Abspaltenden das Zusammensitzen und sprechen: Was tun wir? Dieser Mensch bewirkt viele Zeichen. Lassen wir ihn so, dann werden sie alle auf es verrauen, und dann kommen die Starken und nehmen uns Land und Kultur.

Einer aber von ihnen, der Felsen, der in dem Jahr Höchstgeheiligter ist, spricht zu ihnen: Ihr wisst nichts; ihr bedenkt auch nicht: Es ist zusammenbringend für euch, wenn EIN Mensch stirbt über einer größeren Menge Menschen, als dass die ganze Kultur verderbe.

Das sagt er aber nicht von sich aus, sondern weil er in dem Jahr Höchstgeheiligter ist, weissagte er. Denn G*ttes Beistand soll sterben über dieser Kultur, und nicht über dieser Kultur allein, sondern auch, um die verstreuten (ihm Nachkommenden) Hervorrufungen G*ttes zusammenzubringen. Von dem Tage an ist es für sie beschlossen, dass sie ihn töten.

Der G*ttesbeistand aber bewegt sich nicht mehr offen unter den G*tt-Preisenden, sondern entschwindet von dort weg, in eine Region nahe der Einsamkeit (eines Gespräches mit dem Ewigen), in einen Bewusstheitszustand mit dem innersten Wesen der Üppigkeiten, und bleibt dort mit den aus-ihm-Herauswachsenden. Es ist aber nahe das Fest des [nur durch eine G*tt-gewährte Ausnahme von der kosmischen Gesetzmäßigkeit möglich gewordenen] Auszuges [aus der beidseitigen Bedrängnis druch die erstarrte Form der materiellen Welt] der G*tt-aus-Freude-und-Dank-Lobpreisenden; und viele aus dieser Region gehen hinauf nach der Stadt des Friedens vor dem Fest, dass sie sich reinigen. Da fragen sie nach dem Beistand G*ttes und reden miteinander, als sie im Heiligtum stehen: Was meint ihr? Er wird doch nicht zum Fest kommen? Sowohl die Höchst-Geheiligten als auch die Sich-Abspaltenden haben nämlich das Gebot (aus)gegeben: Wenn jemand weiß, worauf (begründet) dieses [‚Wahre Selbst der ganzen Menschheit, das in jedem einzelnen Menschen als Potential verborgen liegt‘] existiert, soll er es offenlegen, damit (auch) sie es begreifen können.

Sechs Tage vor dem Fest des Auszuges kommt der Beistand G*ttes ins Haus des G*tt-Gegebenen, wo der G*ttgepanzerte ist, den der G*ttesbeistand auferweckt hat aus dem Tot-Sein. Dort machen sie ihm ein Mahl und die Gebieterin dient ihm; der G*ttgepanzerte aber ist einer von denen, die mit ihm zu Tisch liegen. Da nimmt die Erbitterte ein Pfund Myrrhe von unverfälschter, kostbarer Narde und salbt die Füße des G*ttlichen Beistands und knetet mit ihrem eigenen Skalp seine Füße aus; das Haus aber wird ausgefüllt vom Duft der Myrrhe. Da spricht einer der aus-ihm-Herauswachsenden, der G*tteskundige aus dem (baulich) Zugerichteten, der ihn hernach überliefert: Warum ist diese Myrrhe nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben?

Das sagt er aber nicht, weil er nach den Armen fragt, sondern er ist ein Dieb, denn er hat das Kästchen und nimmt an sich, was gegeben ist. Da spricht G*ttes Beistand: Lass sie in Frieden! Es soll gelten für den Tag meines Begräbnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.

Da erfährt eine große Menge der G*tteskundigen, dass er dort ist, und sie kommen nicht allein um des Beistandes G*ttes willen, sondern um auch das G*ttgepanzerte zu sehen, das er aus dem Tot-Sein erweckt hat. Aber die Höchstgeheiligten beschließen, auch das G*ttgepanzerte zu töten; denn um dessen willen gehen viele G*tteskundige hin und vertrauen auf den Beistand G*ttes.

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen ist, hört, dass der G*ttesbeistand in den Bewusstheitszustand der vollkommenen Harmonie gelangen würde, nehmen sie Zweige des Phönix und gehen hinaus ihm entgegen und rufen: Oh, steh uns bei, errete uns! Gelobt sei, der da kommt im Verständnis des innersten Wesens des Bewerkstelligenden, das alleinige Bestimmende über die Streiter für (den lebendigen) G*tt!

G*ttes Beistand aber findet ein Eselein und setzt sich darauf, wie in die Schöpfung hinein gegraben zu lesen ist: »Fürchte dich nicht, du Tochter des Sich-Erhaben-Erhebenden (über der Stadt des Friedens)! Siehe, dein alleiniges Bestimmendes kommt und reitet auf einem Eselsfohlen.« Das verstehen die aus-ihm-Herauswachsenden zuerst nicht; doch als G*ttes Beistand (dann) verherrlicht ist, da denken sie daran, dass dies über ihn hinein gegraben ist in die Schöpfung und sie (es tatsächlich genau) so mit ihm getan haben.

Das Volk aber, das bei ihm war, als er das G*ttgepanzerte aus dem Grabe gerufen und aus dem Tot-Sein auferweckt hat, rühmt die Tat[, macht sie weit bekannt]. Darum geht ihm auch die Menge entgegen, weil sie hört, er habe dieses Zeichen getan. Die Sich-Abspaltenden aber sprechen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle(s aus dieser) Ordnung gelangt zu ihm.

Es sind aber einige Zurückkehrende unter denen, die heraufgekommen sind, um sich (dem lebendigen) G*tt anzunähern in ihrem Lebenswandel auf dem Feste. Die treten zu dem Pferdemögenden, der aus dem Hause des Fischens im Kreislaufe ist, und bitten ihn und sprechen: Bewerkstelligendes, wir wollen den G*ttlichen Beistand gerne sehen. Der Pferdemögende kommt und sagt es dem Mannhaften, und der Pferdemögende und der Mannhafte sagen es weiter an den G*ttesbeistand. Der G*ttesbeistand aber antwortet ihnen und spricht: Die Zeit ist gekommen, dass das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen verherrlicht werde.

In G*tt ist es begründet […]: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Wer sein Leben lieb hat, der wird’s verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s erhalten zum ewigen Lebendigsein. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Dienender auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein direkter Erzeuger[, unser aller liebender Schöpfer,] ehren. Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Ewige Quelle, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Oh Quelle allen Seins, Vater, verherrliche dein innerstes Wesen! Da kommt etwas bedeutungsvoll Erklingendes aus dem Himmel: Ich habe mein innerstes Wesen verherrlicht und will es abermals verherrlichen.

Da spricht das Volk, das dabeisteht und zuhört: Es hat gedonnert. Die andern sprechen: Ein (himmlisches) Botenwesen hat zu ihm gesprochen. Der Beistand G*ttes antwortet und spricht: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen.

Jetzt beginnt der Berichtigungsprozess über dieser Ordnung; nun wird der Erste dieser Ordnung ausgestoßen werden. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Das sagt er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben würde.

Da antwortet ihm das Volk: Wir haben aus dem Trampelpfad (der g*ttlichen Weisung und Rechtleitung) verstehend vernommen, dass das Gesalbte in Ewigkeit bleibt; wieso sagst du dann: Das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen muss erhöht werden? Wer (und Was) ist dieses vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen?

Da spricht der G*ttesbeistand zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. Vertraut auf das Licht und seid ihm treu, solange ihr’s habt, damit ihr direkte Nachkommen, Erzeugnisse des Lichtes werdet. Das redet G*ttes Beistand und verschwindet, sich vor ihnen verbergend.

Und obwohl er solche Zeichen vor ihren Augen bewirkt, vertrauen sie doch nicht auf ihn, damit erfüllt werde der Spruch des Sehenden, dessen innerstes Wesen ewiges Erretet-Sein ist, den er sagt: »Bewerkstelligendes, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Bewerkstelligenden offenbart?« Darum können sie nicht glauben, denn das ewige Errettet-Sein sagt wiederum: »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich ihnen helfe.« Das sagt das Ewige-Errettet-Sein, weil es Seine Herrlichkeit sieht und (es) redet von Ihm.

Doch auch von den Ältesten glauben viele an ihn; aber um der Sich-Abspaltenden willen bekennen sie es nicht, um nicht aus der Versammlungsstätte ausgestoßen zu werden. Denn sie haben lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei G*tt.

G*ttes Beistand aber ruft: Wer auf mich vertraut, der vertraut nicht auf mich, sondern auf den, der mich entlassen hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich entlassen hat. Ich bin in diese Ordnung hinein gekommen als ein Licht, damit, wer auf mich vertraut, nicht in der Finsternis bleibe. Und wer meine Worte in Verständnis vernimmt und bewahrt sie nicht, den werde nicht ich berichtigen; denn ich bin nicht gekommen, dass ich diese Ordnung berichtige, sondern dass ich diese Ordnung auflöse. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen (Be-)Richt(ig)er: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn berichtigen am Jüngsten Tage. Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Schöpfer und direkte Erzeuger, der mich entlassen hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich bewirken und reden soll. Und ich weiß: sein Gebot ist gleichbedeutend mit dem ewigen Lebendigsein. Darum: was ich auch rede, das rede ich so, wie es mir der Schöpfer gesagt hat, immer noch sagt und auch immerzu weiter am sagen sein wird [und nicht so, wie es irgendein Mitmensch oder gar eine abstrakte Institution es vermutlich gerne hätten …].

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