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Johannes 10,1-42

27. November 2018

Tempelweihe: G*ttes Beistand als Tor zwischen Schöpfer und Schafen

In G*tt ist es begründet – ja, in G*tt ist folgendes begründet, indem der (sich in Liebe zu aller Schöpfung selbst aufopfernde) G*tt (aus dem Inneren heraus) [= das kosmische ‚Ich‘, als das ‚Wahre Selbst‘ auch eines jeden Einzelnen begriffen] dir offenbaren kann: Wer nicht zum Tor hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber. Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem macht der Türhüter [= der ‚Hüter der Schwelle‘] auf, und die Schafe hören das von ihm her bedeutungsvoll Erklingende; und er ruft seine Schafe bei ihrem innersten Wesen und führt sie hinaus. Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her [= ‚bahnt ihnen den Weg‘], und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen dasjenige, das von ihm her bedeutungsvoll erklingt. Einem Fremden [vom Hebräischen Wort her ist bei ‚fremd‘ auch immer zu denken an das ‚Äußerliche‘, an den ‚Kranz rund herum‘, das zwar evt. ’schmückende‘, aber doch nicht Wesentliche] aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn das von Fremden her bedeutungsvoll Erklingende kennen sie nicht. Dies Gleichnis sagt G*ttes Beistand zu ihnen; sie verstehen aber nicht, was er ihnen damit sagt.

Da spricht der G*ttesbeistand wieder: In G*tt ist es begründet […]: ICH [= das ‚wahre Selbst‘] bin das Tor zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind [also auch: ‚die sich vor mich stellen, Vorrang vor mir haben wollen‘, vgl. hierzu auch das ‚Gebot‘ aus den ‚Zehn Worten‘, dass dir ‚keine anderen Götter‘ VOR Seinem Angesicht seien, Exodus 20,3 wörtlicher übersetzt], die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. Ich bin das Tor; wenn jemand durch mich hineingelangt, wird er errettet werden (aus seinem Verstricktsein in die Absonderung dieser Weltordnung von der g*ttlichen Rechtleitung) und wird ein- und ausgehen und wird Erquickung finden. Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin am kommen, damit sie das Lebendigsein und Darüberhinausgehendes [‚Überfluss‘, also das ‚Hervorquillen des innerlich Vorhandenen bis in das Äußere, Äußerste‘] haben sollen.

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber[, derjenige, der egoistisch nur seinen eigenen Vorteil sucht, der nur aus ‚geschäftlichen Gründen‘ zur Hilfe an seinen Mitgeschöpfen bereit ist], der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie[, zerstört ihre Einheit] –, denn er ist ein egoistischer Vorteil-Sucher und kümmert sich nicht um die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Schöpfer kennt und ich kenne den Schöpfer. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Hofe; auch sie muss ich herführen, und sie werden das von mir her bedeutungsvoll Erklingende in verständlichen Tönen vernehmen, und es wird eine einzige Herde und ein einziger Hirte werden. Darum liebt mich mein direkter Erzeuger, die Quelle allen Seins, weil ich mein Leben (da)hin stelle, um es daraufhin wieder zu nehmen. Niemand nimmt es (also) von mir (weg), sondern ich stelle es (da)hin von mir selbst. Ich habe Gewalt, es (da)hin zu stellen, und habe Gewalt, es wieder zu nehmen. Dies Gebot [bzw. diese Empfehlung] habe ich entnommen von meinem direkten Erzeuger[= ‚ich habe es mitgebracht schon von der ewigen Quelle her, aus der ich stamme‘; bzw. ‚das Wahre Selbst hat diese Grund-Empfehlung der freiwilligen Selbstaufopferung mitgebracht aus der Quelle, der es entstammt‘] .

Da entsteht abermals Zwietracht unter den G*tt-Preisenden wegen dieser Worte. Viele unter ihnen sprechen: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen; was hört ihr ihm zu? Andere sprechen: Das sind nicht Worte eines von-einem-Dämon-Besessenen; kann denn ein Dämon die Augen der Blinden auftun?

Es ist in diesem Augenblick [… wie mystsich betrachtet eigentlich ‚in jedem Augenblick‘] das Fest der Weihe des Heiligtums im Bewusstheitszustand der friedvollen Harmonie, und es ist Regenzeit [‚Regen‘ = das ‚Wasser‘, die ‚Zeit‘, die uns vom Himmel her gegeben ist; grundsätzlich als Segen erlebt (Denn wir sehnen uns ‚hier unten‘ nach genug Zeit in dieser Welt, wir wollen hier nicht durch den Tod ‚weggenommen werden‘; wir ‚fürchten die Dürre‘ aufgrund von ausbleibendem Regen, weil ‚Saat und Ernte‘, also die gesetzmäßige ‚Ursache-Wirkung‘-Beziehungen, dadurch gestört werden, wir durch diese ‚Dürre‘, also durch den erbarmungslosen ‚Einschlag der Ewigkeit‘, aus unserem menschlich-‚logischen‘ Sinnzusammenhang gerissen zu werden scheinen); Aber wenn dieser ‚Regen‘ im Übermaß auf uns ergossen wird, kann er auch als der Anfang der ‚Sintflut‘ erlebt werden, die vom Hebräischen Originaltext her eigentlich eher als ‚Verwirrung‘ oder ‚Vernichtung‘ zu übersetzen ist. Denn ein Übermaß an ‚Zeit‘ lässt uns ertrinken darin, wir verlieren in ihr dann den Zugang zum ‚Trockenen‘, dem Ewigen, können keine ‚Luft‘, keinen Geist mehr in uns aufnehmen, die/der uns neben dem ‚Wasser‘, der fließenden Zeit, zum Leben so notwendig ist] Und der G*ttliche Beistand geht umher im Heiligtum in der Halle des Friedvollen. Da umringen ihn die G*tteskundigen und sprechen zu ihm: Wie lange hältst du uns im Ungewissen? Bist du der (zur Königsherrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte) Gesalbte, so sage es frei heraus. Der G*ttliche Beistand antwortet ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Verständnis des innersten Wesens meines direkten Erzeugers, meiner Urquelle, die zeugen von mir. Aber ihr vertraut nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen. Meine Schafe vernehmen in Verständnis das von mir her bedeutungsvoll Erklingende, und ich verstehe sie und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen das ewige Lebendigsein, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein mich liebender Erzeuger und Erzieher, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus dieses ewigen Schöpfers Hand reißen. [Das in aller Tiefe durchschaute ]Ich und die ewige, barmherzige Urquelle allen Seins sind eine Einheit.

Da heben die G*tteskundigen abermals Steine auf, um ihn zu steinigen. G*ttes Beistand spricht zu ihnen: Viele gute Werke habe ich euch erzeigt aus der Urquelle heraus; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die G*tteskundigen antworten ihm und sprechen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der G*tteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu G*tt. Der G*ttesbeistand antwortet ihnen: Steht nicht eingegraben in euren Trampelpfad der g*ttlichen Weisung: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«? Wenn er diejenigen Götter nennt, zu denen das Wort G*ttes geschieht – und die [durch die Wahrheit] in die Schöpfung hinein gegrabene Spur kann doch nicht übergangen werden –, wie sagt ihr dann zu dem(jenigen), den/das die Ewige Quelle geheiligt und in die Ordnung dieser Welt hier entlassen hat: Du lästerst G*tt –, weil ich sage: Ich bin G*ttes vollkommenes Abbild [bzw: ‚das Wahre Selbst ist das vollkommene Ebenbild des Ewigen‘]? Bewirke ich nicht die Werke meiner Urquelle, so glaubt mir (halt) nicht; bewirke ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr mir nicht glauben wollt, damit ihr erkennt und wisst, dass der Schöpfer in mir [= ‚in dem wahrhaftigen ICH des Menschen/der Menschheit‘] ist und [dieses] ich in ihm [besteht]. Da suchen sie abermals, dies zu (be)greifen. Doch es entgeht (weiterhin) ihrer Handhabe.

Daraufhin entzieht es sich wieder, entweicht auf die andere Seite des Hinabsteigenden an den Ort, wo vorher G*ttes Gnade gereinigt hat (durch untertauchen in die Zeitlichkeit und wieder auftauchen lassen zur Ewigkeit hin), und bleibt dort. Und viele kommen zu ihm und sprechen: G*ttes Gnade hat kein Zeichen getan; aber alles, was G*ttes Gnade von Diesem gesagt hat, das ist wahr. Und es vertrauen dort viele auf ihn(, ihm treu werdend).

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