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Johannes 7,1-8,1

26. November 2018

Laubhüttenfest: Hinüberheben der ganzen Überlieferung auf eine neue, geistigere Ebene

Danach zieht der G*ttesbeistand umher im Kreislauf [sei es, im Sinne einer bestimmten Ebene der Existenz, die als ‚Kreislauf‘ bezeichnet wird (im ‚hart-materiellen‘ also etwa der Blutkreislauf des Körpers; oder im Seelischen die ‚Gewohnheiten‘), oder sei es im Sinne eines Kreislaufes, den das Wirken des G*ttesbeistands bildet – ein Wirken, das also nicht einfach ein lineares Erreichen eines Ziels über die Strecke A nach B ist, sondern vielmehr ein ständiges Umkreisen des anvisierten Zentrums, wie in einer Spiralbewegung, wodurch sich in jedem Umlauf dem Zentrum immer mehr genähert wird, während man ‚Runde um Runde dreht‘ in seinem Streben]; denn er will nicht in der Region der G*tteskundigkeit umherziehen, weil ihm die G*tteskundigen (und G*tt-Preisenden) (typischerweise) nach dem Leben trachten.

Es ist jedoch nahe das Laubhüttenfest dieser G*tt-aus-Freude-Preisenden. Da(her) sprechen seine Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach der Region der G*tteskundigkeit, damit auch die aus-dir-Herauswachsenden die Werke sehen, die du bewirkst. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich etwas gelten. Willst du das, so offenbare dich vor der Ordnung (der Welt). Denn auch seine Brüder vertrauen nicht auf ihn. Da spricht der G*ttesbeistand zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit (jedoch) ist da in jeder Hinsicht. Die (weltliche, äußerlich herrschende) Ordnung kann euch nicht hassen/verwerfen. Mich aber hasst/verwirft sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke/Wirkungen böse/zerstörerisch sind. Geht ihr hinauf zu dieser festlichen Verabredung (mit dem Ewigen)! Ich will nicht hinaufgehen zu dieser Verabredung, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. Das sagt er und bleibt in dem Kreislauf. Als aber seine Brüder hinaufgegangen sind zum Fest, da geht auch er hinauf, nicht öffentlich, sondern heimlich.

Da suchen ihn die G*tt-Preisenden auf dem Fest und fragen: Wo ist er? Und es ist ein großes Gemurmel über ihn im Volk. Einige sprechen: Er ist gut; andere aber sprechen: Nein, sondern er verführt das Volk. Niemand aber redet offen über ihn aus Furcht vor den G*tteskundigen.

Aber mitten während der Zusammenkunft [der Gläubigen mit dem Ewigen, innerhalb der Zeitlichkeit,] zieht der G*ttesbeistand hinauf in das Heiligtum und lehrt. Und die G*tteskundigen verwundern sich und sprechen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht [‚ordnungsgemäß‘] gelernt hat? Der G*ttliche Beistand antwortet ihnen und spricht: Meine Lehre ist nicht von mir selbst (ausgehend) [das heißt auch: ‚die Lehre hat nicht den g*ttlich Lehrenden, welcher das ‚Wahre Selbst‘ verkörpert, als primären Bezugspunkt], sondern (unmittelbar) von demjenigen (ausgehend), das mich gesandt hat[, von dem also ich selbst als Ganzes ausgehe]. Wenn jemand [aufrichtigen Herzens] dessen Willen tun will, wird er (zwangsläufig) innewerden, ob diese Lehre hier aus (dem lebendigen) G*tte [heraus gesprochen] ist oder ob ich von mir selbst aus rede.

Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.

Hat euch nicht die als Essenz Herausgezogene (Wahrheit) den Trampelpfad [der g*ttlichen Weisung] gegeben? Und doch: niemand unter euch bewirkt diesen Trampelpfad. [Denn die ‚Thora‘ muss als lebendige Kraft INNERHALB des Alltagslebens-Vollzugs verkörpert werden (durch denjenigen, der an sie ‚glaubt‘, also auf ihren Segen vertraut), um ihren offenbarten (und offenbarenden) Charakter für ALLE Menschen zu entfalten] Warum versucht ihr mich [= das wahre, g*ttliche Selbst eines jeden Menschen] (ab-) zu töten? Das Volk antwortet: Du bist besessen; wer sucht dich zu töten? G*ttes Beistand antwortet und spricht zu ihnen: Ein einziges Werk habe ich getan und es wundert euch alle. Die Wahrheit selbst[, als die Herausgezogene Essenz] hat euch doch die (Methodik der) Beschneidung [eurer niedersten Triebe; bzw. auch: ‚die (Methodik der) Freilegung eures fruchtbaren Kerns‘] gegeben – nicht dass diese (Methodik) unmittelbar (durch Verständnis) aus der Wahrheit selbst entnommen wäre, sondern (überliefert ist sie euch worden) von den (noch nicht selbständig eingesehenen Traditionen von den) Vorvätern –, und ihr beschneidet den Menschen auch am Sabbat. Wenn nun ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit nicht der Trampelpfad der Wahrheit übertreten/verlassen werde, was zürnt ihr dann mir, weil ich am Sabbat den ganzen Menschen geheilt habe?

Richtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht. Da sprechen einige aus einem Bewusstseinszustand des Friedens (heraus): Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? Und siehe, er redet frei und offen und sie sagen ihm nichts. Sollten unsere Ältesten nun wahrhaftig erkannt haben, dass er der zur Königsherrschaft Gesalbte ist? Doch wir wissen, woher dieser ist; wenn aber der Gesalbte kommen wird, so wird (laut der Voraussage) niemand wissen, woher er ist.

Da ruft G*ttes Beistand, als er im Tempel lehrt: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin. Aber nicht von mir selbst aus bin ich gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich sendet, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn; denn ich existiere (direkt) aus ihm (heraus), und so hat er mich eingesetzt.

Da suchen sie ihn zu (be)greifen; aber niemand kann ihn handhaben, denn seine Stunde ist noch nicht gekommen. Aber viele aus dem Volk vertrauen auf ihn und sprechen: Wenn der Gesalbte kommen wird, wird er etwa mehr Zeichen bewirken, als dieser bewirkt (hat)?

Und es kommt den Sich-Abspaltenden zu Ohren, dass im Volk solches Gemurmel über ihn ist. Da senden die Höchst-Geheiligten [= die ‚Größten unter den Vermittelnden zwischen Zeit und Ewigkeit‘] und die Sich-Abspaltenden einige ihnen-Dienende aus, die ihn begreifen sollen. Da spricht der Beistand G*ttes zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich entlassen hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen. Da sprechen die G*tteskundigen untereinander: Wo will dieser hingehen, dass wir ihn nicht finden könnten? Will er zu denen gehen, die in der Zerstreuung unter den schmutzigen Rückkehrern [= ‚Griechen‘; vom Hebräischen her sind dies die ‚Tauben‘, oder auch die ‚Schlammigen‘; und auch mit dem Namen des Propheten ‚Jonah‘ sind sie dem Wort nach verwandt; und sowohl Tauben, als auch dieser Prophet sind bekannt dafür, ‚zurückzukehren aus der Ferne‘, wie weit sie auch fort sind zeitweise – in welchen ‚Schlamm‘ ein Vertriebener auch geraten mag, G*tt holt sein Volk aus dem Exil unter den Heidenvölkern wieder heim (siehe auch Jesu Gleichnis vom Verlorenen Sohn, der irgendwann bei den Schweinen sein essen stehlen will …)] wohnen, und diese Rückkehrer lehren? Was ist das für ein Wort, dass er sagt: Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und wo ich bin, da könnt ihr nicht hinkommen?

Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste ist, tritt der Beistand G*ttes (offen) auf[, als wohl gerade die traditionelle ‚Wasserschöpf-Zeremonie‘ der Juden begangen wird] und ruft: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer auf mich vertraut, wie es die Spuren gebieten/empfehlen[, die von der als Essenz Herausgezogenen Wahrheit in die Schöpfung hineingegraben sind], aus dessen Leib werden Ströme von lebendig-fließender Zeit hinaus quellen.

Das sagt er aber für den (g*ttlichen) Hauch, den diejenigen empfangen sollen, die auf ihn vertrauen; denn der Hauch ist [zu diesem Zeitpunkt] noch nicht [in dieser vollen Form] präsent; denn G*ttes Beistand ist noch nicht verherrlicht worden [‚Verherrlichung‘ ist vom Hebräischen her immer auch ‚Wichtig-Werden‘ und ‚Ehre empfangen‘].

Einige nun aus dem Volk, die diese Worte hören, sprechen: Dieser ist wahrhaftig der (lang erwartete) Sehende. Andere sprechen: Er ist der zur Herrschaft Gesalbte. Wieder andere sprechen: Soll der Gesalbte denn aus dem/einem Kreislauf hervorgehen? Sagt nicht die Spur [der Wahrheit]: Aus dem Geschlechte des G*ttgeliebten [oder auch: des ‚(in Liebe) Erhitzten‘] und aus dem Orte, dessen innerstes Wesen das Haus des Brotes ist, wo der G*ttgeliebte zu sein pflegt, soll der Gesalbte kommen? So entsteht seinetwegen Zwietracht im Volk.

Es wollen aber einige ihn ergreifen; doch niemand legt Hand an ihn. Die Dienenden kommen zu den Höchst-Geheiligten und den Sich-Abspaltenden (von denen sie ausgehen für ihre ‚Mission‘); und die fragen sie: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Dienenden antworten: Noch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser. Da antworten ihnen die Sich-Abspaltenden: Habt ihr euch auch verführen lassen? Vertraut denn einer von den Ältesten oder den Sich-Abspaltenden auf ihn? Nur das Volk tut’s, das nichts vom Gesetz weiß; verflucht ist es.

Da spricht zu ihnen der Sieg beim (einfachen) Volke, der vormals zum Beistand G*ttes gelangt war und der (dennoch weiterhin) einer von den Sich-Abspaltenden ist: Richtet denn unser Gesetz einen Menschen, ehe man ihn verhört und erkannt hat, was er tut? Sie antworten und sprechen zu ihm: Bist du auch ein aus dem Kreislauf Hervorgehender? Forsche (in den in die Schöpfung hineingegrabenen Spuren der als Essenz Herausgezogenen Wahrheit) und sieh: Aus einem Kreislaufe heraus steht kein Sehendes auf [eine Nebenbedeutung dieser (falschen) Behauptung der Pharisäer könnte hier auch sein: ‚aus einem Zirkelschluss kann keine (neue) Einsicht gewonnen werden‘). Und jeder geht heim. G*ttes Beistand jedoch geht zur Erhebung (und [Ver-]Bergung) der Ölfrucht.

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