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Johannes 8,2-59

26. November 2018

Heiligtum im Bewusstseinszustand vollkommener Harmonie: Entschleierung des Zerstörerischen im Streiten mit Sich-Abspaltenden

Und bei Sonnenaufgang [‚im Osten‘; ‚zum Ursprung hin‘] nähert er sich wieder dem Heiligtum, und alles Volk gelangt zu ihm, und er setzt sich und lehrt sie. Aber die Schriftgelehrten [= ‚diejenigen, die in ihrem Alltagswandel einen besonderen Fokus auf die Entzifferung der in die Schöpfung gegrabenen Spuren des Ewigen legen‘] und die Sich-Abspaltenden bringen eine umhüllende Erscheinung herbei, beim ‚Ehebruch‘ [= ‚ihren eigentlichen Wesenskern verlierend sich fremder Herrschaft unterwerfen‘] ergriffen, und stellen sie in die Mitte und sprechen zu ihm: Bewerkstelligendes, diese Umhüllung(, die eigentlich ihr ‚inneres Feuer‘ bewahren soll,) ist auf frischer Tat beim ausschweifen ergriffen worden[, wie sie also ihr eigenes ‚inneres Feuer‘ (= ‚Mann‘; vom Hebräischen her mit dem Begriff des ‚Feuers‘ verwandt, und als das Wort ‚männlich‘ auch mit dem ‚Innerlichen‘ – also ‚inneres Feuer‘) verließ und so bloßlegte, und stattdessen sich an ‚fremdem Feuer‘ (vgl. auch die Geschichte von ‚Nadav und Abihu‘ in Levitikus 10) wärmte]. Die als Essenz Herausgezogene Wahrheit aber empfiehlt uns durch den Trampelpfad der g*ttlichen Weisung, solche Erscheinungen zu ’steinigen‘ [= dem Tod eines immerwährenden Materiellen zu überlassen]. Was sagst du?

Das sagen sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber der Beistand G*ttes beugt sich hinab und gräbt mit dem Finger etwas in die Erde hinein. Als sie nun fortfahren, ihn zu fragen, richtet er sich auf und spricht zu ihnen: Wer unter euch ohne jede Absonderung (von der g*ttlichen Ordnung) ist, der werfe den ersten Stein auf sie.

Und er beugt sich wieder hinab und gräbt etwas in die Erde hinein. Die es Hörenden aber, unter dem (eigenen) Mitfühlen überzeugt werdend, verziehen sich, einer nach dem andern, beginnend bei den Ältesten; und G*ttes Beistand bleibt allein mit der umhüllenden Erscheinung, die in der Mitte (der Situation) steht. Der G*ttesbeistand aber richtet sich auf und fragt sie: Wo sind deine Verkläger, du verhüllendes Wesen? Hat niemand gegen dich entschieden? Sie (= die Erscheinung) antwortet: Niemand, Bewerkstelligendes. Und der G*ttliche Beistand spricht: So entscheide ich auch nicht gegen dich; geh hin und sondere dich hinfort nicht mehr [durch ‚Trampelpfad-Übertretungen‘] ab [von der g*ttlichen Rechtleitung].

Da redet der Beistand G*ttes abermals zu ihnen und spricht: Ich bin das Licht dieser Ordnung(, das Erleuchtende des ganzen Kosmos). Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebendigseins halten.

Da sprechen die Sich-Abspaltenden zu ihm: Du gibst Zeugnis von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr. Der G*ttesbeistand antwortet und spricht zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr; denn ich weiß, woher ich komme und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe. Ihr (be)urteilt, indem ihr dabei nach dem Fleisch(lichen) schaut; ich (be)urteile nicht eines. Aber selbst falls ich (etwas) (be)urteile, so ist mein Urteilen nicht(s) verdeckend; denn ich existiere (beim Urteilen) nicht einzeln, sondern (als das Kollektiv) ‚ich und der Schöpfer, der mich entlassen hat‘. Auch steht in eurem Trampelpfad (auf ewig) eingegraben, dass zweier Wesen Zeugnis wahr ist zur Berichtigung: Ich bin es, der durch sich selbst zeugt; und die ewige Quelle, die mich entlassen hat, zeugt durch mich.

Da fragen sie ihn: Wo ist deine ‚ewige Quelle‘? Der G*ttesbeistand antwortet: Ihr begreift weder mich [= auch: das ‚Wahre Selbst‘ des Menschen, der ganzen Menschheit] noch meine Quelle; wenn ihr mich [jenes ‚Wahre Selbst‘] begreift, so müsstet ihr (zwangsläufig) auch meine Quelle [= die Quelle dieses ‚Wahren Selbst‘] begreifen.

Diese Sätze äußert der Beistand G*ttes an der ‚Schatzwache‘, als er im Heiligtum lehrt; und niemand begreift ihn, denn seine Stunde ist noch nicht gekommen. Da spricht G*ttes Beistand abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg und ihr werdet mich suchen und in eurer Absonderung (von der g*ttlichen Ordnung) sterben. Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hingelangen.

Da sprachen die G*tteskundigen: Will er sich denn selbst töten, dass er sagt: Wohin ich gehe, da könnt ihr nicht hingelangen?

Und er spricht zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Ordnung her, ich bin nicht von dieser Ordnung her. Darum habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Absonderungen (von der WAHREN Ordnung); denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin [= ‚dass das Wahre Selbst der ganzen Menschheit wahrhaftig existiert, als in jedem einzelnen Menschen angelegt‘], werdet ihr sterben in euren Absonderungen [von diesem Wahren Selbst, das die wahre Ordnung, das hauptsächliche Richtmaß der ganzen Schöpfung ist].

Da fragen sie ihn: Wer bist ‚du‘ denn(, was ist dieses ‚Wahre Selbst‘ der ganzen Menschheit)? Und G*ttes Beistand spricht zu ihnen: Eben das, was ich euch sage (als) den Urbeginn. Ich habe vieles durch euch zu reden und zu beurteilen. Aber dasjenige, was mich entlassen hat[, von dem ich also direkt ausgehe], das ist wahrhaftig, und was ich von diesem her im Klange vernommen habe, solcherlei rede ich zu dieser Ordnung(, in der wir alle uns hier äußerlich bewegen).

Sie verstehen aber nicht, dass er zu ihnen vom (himmlischen) Schöpfer, der ewigen Quelle allen Seins spricht.

Da spricht der G*ttesbeistand zu ihnen: Wenn ihr das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass dies das Wahre Selbst ist, und dass dieses nichts wegen sich selber bewirkt, sondern, wie dieses der (himmlische) Schöpfer gelehrt hat, so redet es( – so rede also ‚ich‘). Und [Er, der himmlische Schöpfer, als] dasjenige, von dem ich ausgehe, ist (immer) mit mir. Er hat mich nicht als (einen) Einzelnen (von sich) fortgeschickt; denn ich bewerkstellige allezeit, was mit Ihm selbst übereinstimmt.

Als er das sagt, vertrauen viele auf ihn und sind ihm treu.

Da spricht nun der Beistand G*ttes zu denjenigen G*tt-aus-dankbarer-Freude-Preisenden, welche auf ihn vertrauen: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig die aus-mir-Herauswachsenden und ihr werdet die Wahrheit erkennen – und die Wahrheit wird euch frei machen.

Da antworten sie ihm: Wir sind Nachkommen des Vaters-vieler-Völker und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden?

G*ttes Beistand antwortet ihnen und spricht: In G*tt ist es begründet[, indem der lebendige G*tt euch aus dem Inneren heraus offenbaren kann]: Wer Absonderung (von der g*ttlichen Ordnung) bewirkt, der ist (zwangsläufig) dieser Absonderung Knecht. Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus [= Welt]; das vollkommene Abbild [des ‚Hausherrn‘] (hingegen) bleibt ewig. Wenn euch nun dieses vollkommene Abbild frei macht, so seid ihr wirklich frei. Ich weiß wohl, dass ihr (physische) Nachkommen des Vaters-vieler-Völker seid; aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet bei euch keinen Raum. Ich rede, was ich von meinem direkten Erzeuger gesehen habe; und ihr tut, was ihr von eurem direkten Erzeuger gehört habt. Sie antworten und sprachen zu ihm: Der Vater-vieler-Völker ist unser direkter Erzeuger. Spricht der Beistand G*ttes zu ihnen: Wenn ihr Nachkommen des Vaters-vieler-Völker wärt, so tätet ihr (eines) Vaters-vieler-Völker Werke. Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit sagt, wie ich sie von G*tt gehört habe. Das hat der Vater-vieler-Völker nicht getan. Ihr tut die Werke eures (tatsächlichen) Erzeugers.

Da sprechen sie zu ihm: Wir sind nicht ‚unehelich‘ [= aus einer anderen Synthese entstanden als aus derjenigen von ‚Himmel und Erde‘, von G*tt und Schöpfung] geboren; wir haben einen Erzeuger: G*tt.

Der g*ttliche Beistand spricht zu ihnen: Wäre G*tt euer direkter Erzeuger, so liebtet ihr mich; denn ich bin von G*tt ausgegangen und komme von ihm; denn ich bin nicht von selbst gekommen, sondern er sendet mich. Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Auseinanderwerfenden zum direkten Erzeuger, und nach eures direkten Erzeugers Ur-Impuls wollt ihr tun. Der ist ein Menschheits/Menschlichkeits-(Ab-)Töter von Anfang an(, schon aus den Urkräften heraus,) und (be)steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der direkte Erzeuger und die Ur-Quelle aller Lüge. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer von euch kann mich einer Absonderung (vom g*ttlichen Willen) zeihen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum vertraut ihr mir nicht? Wer von G*tt ist, der hört G*ttes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von G*tt seid.

Da antworten die G*tteskundigen und sprechen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Bewachender [auch: ‚Verhehlender‘] bist und einen Dämon hast?

G*ttes Beistand antwortet: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meine Quelle(, indem ich diese als das Wichtigste darstelle), aber ihr nehmt mir die Ehre [das heißt auch: ihr sprecht dem Wahren Selbst eines jeden Menschen die Wichtigkeit ab]. Ich suche nicht meine eigene Wichtigkeit; es ist aber einer, der sie sucht, und er berichtigt(, was dem im Wege steht). In G*tt ist es begründet […]: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.

Da sprechen die G*tteskundigen zu ihm: Nun wissen wir sicher, dass du einen Dämon hast! Der Vater-vieler-Völker ist gestorben und all die Sehenden auch, und DU sprichst: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit?! Bist du etwa mehr als unser Vorvater, der Vater-vieler-Völker, der schließlich gestorben ist? Und auch die Sehenden sind gestorben – was machst du nur aus dir selbst?

G*ttes Beistand antwortet: Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein direkter Erzeuger, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser G*tt; und ihr kennt ihn nicht; ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen wollte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Lügner, wie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Der Vater-vieler-Völker, euer Vorvater, wurde froh, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.

Da sprechen die G*tt-Lobenden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast den Vater-vieler-Völker gesehen?

Der G*ttesbeistand spricht zu ihnen: In G*tt ist es begründet[…]: Ehe der Vater-vieler-Völker entstanden ist, bin ich[, das Wahre Selbst ALLER Menschen, bereits zu existieren bewirkt worden].

Da heben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Aber der Beistand G*ttes verbirgt sich und geht zum Heiligtum hinaus.

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