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ÜBERFLUSS

Überfluss‘ sei die dritte und abschließende der drei Hauptkategorien dieses Büchleins. Und dieses Wort selbst trägt die Doppelwertigkeit in sich: ‚überflüssig‘ im Sinne von ‚unnötig‘ kann es sein, sich die folgenden Ausführungen zu Gemüte zu führen – oder ‚überfließende‘ Seelenfreuden können daraus hervorquellen. Und ob für dich, lieber Leser, dieses oder jenes der Fall ist, ist nicht davon abhängig, was für ein ‚guter‘ oder ‚weniger guter‘ Mensch, Christ, G*ttesdiener, etc. du bist. Nicht jeder muss in jede Richtung seine Wanderschaften antreten.
Aber jenem, der sich in alle Tiefen der Heiligen Schrift und besonders in alle Tiefen der Berichte vom LEIBHAFTIGEN WIRKEN dieser Heiligen Schrift (in der Welt überhaupt und nicht zuletzt in der eigenen Seele) hinein-sehnt … jenem könnten, so G*tt will, in der folgenden ‚Übersetzung‘, bzw. Übertragung und Kommentierung des Evangeliumsberichtes nach Johannes so manche schöne Impulse zu empfangen ermöglicht werden.
Möge also der Ewige uns beistehen, nur Heilsames aus einem so waghalsigen Vorhaben zu ziehen, den altgriechischen Urtext in eine Art ‚abstraktes heutiges Deutsch‘ zu überführen (das Vorwort sollte übrigens unbedingt gelesen werden) …

Im Optimalfall bietet das so gelesene Evangelium nach Johannes einen Leitfaden, an dem entlang nun wieder explizit der EINZELNE ALLEIN (gegenüber der Rubrik des ‚Erbaulichen‘, die möglichst von einer Glaubenspraxis in der Gemeinschaft begleitet wird – oder, in Ermangelung einer solchen Gemeinschaft im Äußerlichen, doch wenigstens in einem Sich-Anschließen bestimmten Traditionen und Bräuchen, die einen durch ihr Praktizieren zumindest im Geiste mit allen anderen Praktizierenden dieser Bräuche in allen Zeitaltern verbinden) seinen Weg findet, hier unten ‚im Tale des Todes‘, in der Sphäre von Vergänglichkeit und Unbeständigkeit der Umstände, im Gefilde der oft erschreckenden Unberechenbarkeit des jeweiligen ‚Schicksals‘ – in diesem ‚dunklen Erdental‘ dennoch ‚Weisheit‘ zu finden, und zwar ‚Weisheit‘ verstanden als eine Art ‚gelassene Heiterkeit‘ (wie es Friedrich Weinreb gerne nannte, sein Andenken zum Segen) der Welt, dem Leben und dem Schicksal gegenüber.

Und Lohn dieses ‚Strebens nach Weisheit‘, zu dem die ganze Kraft des innersten menschlichen WILLENS notwendig ist, wird ab einem bestimmten Punkte sein: die Akzeptanz der Notwendigkeit des Sterbens in dieser Welt, des Sterbens als eines VERWANDELNS, und zwar in der Tat als eines STÄNDIG SICH VOLLZIEHENDEN Verwandelns – sodass das Leben im Fleische selbst plötzlich als ein einziges ‚Sterben‘ empfunden wird, jedoch als ein Sterben des Alten Menschen, zugunsten des Neuen Menschen, des Geistesmenschen, der dem Fleischesleib mehr und mehr entflieht, sich von ihm löst: ‚das Fleisch löst sich von den Knochen‘ (dieser Wortlaut im Hebräischen auch als ‚die (äußerlich erscheinende) Botschaft löst sich vom (innersten) Selbst‘ zu übersetzen), das Vergängliche trennt sich vom Beständigen, um so zum wahren Verständnis des Todes und gleichzeitig des NAMENS Gottes, des sogenannten ‚Tetragrammatons‘ JHWH zu kommen: ‚Er, Der da war, Der da ist, und Der da sein wird‘. Das schließlich, der WAHRE NAME GOTTES (… welcher in menschlichen Wörtern freilich immer nur schwächlich angedeutet werden kann …) ist es, was Jesus uns bekannt macht (siehe etwa Johannes 17,6 und das gesamte dort im Kapitel überlieferte Gebet Jesu)!


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. in der Einsamkeit: Erstes Gewahrwerden des G*ttesbeistands durch eine Gnade G*ttes
2. am Hinabsteigenden: Heiligung des G*ttesbeistands zur alleinig-bestimmenden Herrschaft
3. am Gerüst des Kreislaufes: Chymische Hochzeit als erste Offenbarung des Menschensohnes


4. Reinigen in der G*tteskundigkeit
5. Zug durchs Bewachende
6. Fest in der Friedensstadt: Identifizierung des Menschensohnes mit dem G*ttessohn


7. am Meer des Kreislaufes: Hineinwachsen des Menschensohnes in die ganze Erde
8. Laubhüttenfest: Hinüberheben der ganzen Überlieferung auf eine neue, geistigere Ebene
9. Heiligtum der Friedensstadt: Entschleierung des Bösen in Streit mit Sich-Abspaltenden


10. Umkehr irdischer Verhältnisse nach Geistesmaß als Beweis für (wahre) G*tteskundige
11. Tempelweihe: G*ttes Beistand als das offene Tor zwischen dem Schöpfer und seinen Schafen
12. Erweckung des Lieblingsjüngers und freiwilliger Antritt des Selbstaufopferungspfades

oder: direkt zum ganzen Text, Johannes 1-12

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